HAP Austria Projekt EMDR und Traumatherapie in Lviv/Ukraine seit 2006

Projekt Traumatherapie und EMDR in Lviv/Ukraine: HAP Austria als Initiative des EMDR Instituts Austria


Dr. Shapiro hat mit Ihrem Humanitarian Assistance Program (HAP) ein gemeinnütziges Fortbildungsprogramm ins Leben gerufen, das versucht, durch ehrenamtliche Aktivitäten von EMDR TrainerInnen und SupervisorInnen Fortbildungen in Ländern und Regionen zu unterstützen, die sonst keinen Zugang zu derartigen Behandlungen haben. Über Teilnahme von Mag. Münker-Kramer und Dr. Wintersperger in einem von HAP Deutschland 2004 begonnenen Projekt zur Ausbildung von Trauma-und EMDR TherapeutInnen in Trencin/Slowakei und über Vermittlung durch Dr. Brigitta Beghella an potentielle Multiplikatorinnen in Lviv/Ukraine entstand die Initiative, dies auch vom EMDR Institut Austria aus in der Ukraine zu installieren.


So wurden seit 2004 Kolleginnen im EMDR Institut Austria unentgeltlich ausgebildet und es wurden in allen EMDR Seminaren  Spendengelder für inzwischen drei Projekte gesammlt. 2006 startete das erste Traumatherapie/EMDR Ausbildungsprojekt mit je 18-22 Seminartagen. Diese hatten ganz ähnliche Inhalte wie die in den in der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie konzipierten Curricula, die Mag. Münker-Kramer und Dr. Sylvia Wintersperger im damaligen "Institut EMDR Institut Austria und Zentrum für Angewandte Psychotraumatologie Wien" lange gemeinsam angeboten haben.

Mag. Münker-Kramer, Dr. Sylvia Wintersperger und Dr. Christine Rost trugen das erste Projekt 2006-2008 mit insgesamt 18 SEminartagen, seit dem zweiten Projekt (19 Seminartage) beteiligen sich dankenswerterweise auch Mag. Elisabeth Grubner und Mag. Romana Lamport als Supervisorinnen und das dritte Projekt kann sich seit 2013 über die Unterstützung von Mag. Barbara Wilfinger und Dr. Maria Hütter-Federsel in der Superivision und Praktikumsbetreuung bei den EMDR Seminaren freuen.

Im September 2014 nahm ein Teilnehmer dieses aktuellen Ausbildungscurriculums auf Einladung des EMDR Instituts Austria an mehreren EMDR Seminaren in Wien teil: Dr. Rostylsav Shemechko, zum damaligen Zeitpunkt stellvertretender Direktor des Institute of Mental Health an der Ukrainian Catholic University in Lviv. Dieser Aufenthalt wurde von den übrigen Kosten her durch ein Stipendium des OeAD-Kooperationsbüros in Lviv ermöglicht und ermöglichte den zügigen Abschluss als EMDR-Practitioner als erster seiner Gruppe. 

 

Dieses dritte Projekt (22 Tage insgesamt) ist mit dem Fortgeschrittenenseminar von 27.-29.3.2015 vom Seminarteil her abgeschlossen worden.

Es konnte erfreulicherweise inhaltlich schon in einigen Beiträgen von zwei der inzwischen ausgebildeten Trägerinnen der dortigen Struktur gestaltet werden (Dr. Oleh Romanchuk und Oksana Nakonechna).

 

Dr. Romanchuk ist Direktor des 2014 gegründeten Institute of Mental Health an der Ukrainian Catholic University. Mit Jänner 2016 startete das 4. Projekt in einer Kooperation zwischen dem Institute of Mental Health, der EMDR Fachgesellschaft Ukraine, dem EMDR Institut Austria und dem Österreichischen Akademischen Auslandsdienst (OeAD) und seinem Kooperationsbüro in Lviv. Dies ist ein inhaltlich und strukturell ganz ähnliches Projekt wie die bisher von HAP Austria durchgeführten Projekte und es wird bis auf den EMDR Teil (EMDR Institut Austria mit Mag. Münker-Kramer als Trainerin und Mag. Wilfinger und Dr. Hütter-Federsel als (Praktiums-)Supervisorinnen) schon vollständig von den ausgebildeten ukrainischen MultiplikatorInnen getragen. Im Einführungsseminar im Jänner 2016 unterstützte uns erfreulicherweise auch Dr. Joany Spierings aus den Niederlanden als Facilitatorin.

 

Damit ist das erste Ziel und eine wesentliche Motivation - Ausbildung von MultiplikatorInnen zur nachhaltigen Implementierung psychotraumatologisch-traumatherapeutischen Wissens VOR ORT - erreicht.

 

Organisatorisch wird es in diesem neuen Projekt Änderungen geben.

 

 
2010 wurde die ukrainische EMDR Fachgesellschaft als Verein gegründet, in deren Vorstand die Multiplikatorinnen unserer Projekte sind. 2010 bis 2015 wurde sie organisatorisch, praktisch und finanziell erfreulicherweise und dankenswerterweise auch von der österreichischen Fachgesellschaft EMDR Netzwerk Österreich (www.emdr-netzwerk.at) unterstützt. EMDR Ukraine ist seit Juli 2015 Vollmitglied bei EMDR Europa. Dies bedeutet einen Höhepunkt und die Erfüllung eines zweiten wesentlichen Ziels dieses Projektes, Strukturen vor Ort aufzubauen. Homepage: http://www.emdr.ua.com. 

 

Hier finden Sie einen Link zum Abstract eines bei Springer publizierten Artikels (Journal of EMDR Practice and Research, Vol. 4/2014), in dem das Projekt auch beschrieben wird und hier können Sie sich registrieren bei Springer, um den gesamten Artikel zu bekommen.

 


Anbei einige Impressionen

 

 

 Amsterdam mit Shapüiro

 

v.l.n.r.: Olga Ryschkowska (EMDR Fachgesellschaft Ukraine), Francine Shapiro, Oksana Nakonechna (EMDR Fachgesellschaft Ukraine), Arne Hofmann (EMDR Institut Deutschland, EMDR Deutschland und Europa), Eva Münker-Kramer (EMDR Institut Austria, EMDR Österreich und Europa) beim 10. EMDR Europa Kongress in Amsterdam, Juni 2009

 

 hap stand

 

Maria Hütter-Federsel, Romana Lamport, Barbara Wilfinger bei der Betreuung des HAP Austria Standes beim 11. EMDR Europa Kongress in Wien im Juni 2011

 

Madrid

 

Eva Münker-Kramer (HAP Austria, EMDR Institut Austria, EMDR Europa), Derek Farrell (EMDR UK, EMDR Europa, Präsident HAP Europa), Zita Batori-Tartsi (EMDR Fachgesellschaft Ukraine) beim 12. EMDR Europa Kongress in Madrid bei der Präsentation der Ukraine Projekte von HAP Austria/EMDR Institut Austria

 

Hier finden Sie das im Hintergrund sichtbare und für diesen Stand hergestellte Poster.

 

 

Abschluss II lviv

 

Christine Rost (2.v.l., 1. Reihe) und Eva Münker-Kramer (2.v.l. letzte Reihe) als EMDR Trainerinnen und mit den TeilnehmerInnen beim Abschluss des ersten Traumatherapie/EMDR Projekts in Lviv/Westukraine über HAP Austria, Juli 2008, Oksana Nakonechna (1.v.l., 1. Reihe, Oksana Wynarska (3.v.l., 1. Reihe) und Olga Ryschkovska (2.v.r., 1. Reihe) als heutige Vorstandsmitglieder von EMDR Ukraine (Fachgesellschaft)
 

 

 Lviv Übungstag

 

 

TeilnehmerInnen mit Übersetzerinnen und Praktikumssupervisorinnen beim Üben im praktischen Teil der EMDR Ausbildung, 2009

 

 

 

 

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 TeilnehmerInnen mit Übersetzerinnen und Praktikumssupervisorinnen beim Üben im praktischen Teil der EMDR Ausbildung, 2009

 


 

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 Eva Münker-Kramer im Grundlagenseminar in der Gruppe 2013 bis 2015 in Lviv/Ukraine

 

 

 

 

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 Die Ausbildungsgruppe des 3. Projekts, 2013-2015, 13.3.2013

 

 

 

 

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Trainerin, Praktikumssupervisorin und ein Teil des Vorstandes der Fachgesellschaft EMDR Ukraine, v.l.n.r. Oleh Romanchuk, Oksana Wynarska, Eva Münker-Kramer, Maria Hütter-Federsel, Olga Ryschkowska, EMDR Einführungsseminar Lviv, Juli 2013

 

 

 

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Abschluss EMDR Einführungsseminar, 4. Projekt (2015-2017), Gesamtgruppe und Vortragende

 

 

 

 

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EMDR Einführungsseminar 28.-31.3.2016, Mental Health Institute, Katholische Universität Lviv

 

 


Die Projekte werden über freiwillige Spenden der österreichischen EMDR Seminarteilnehmerinne für Therapiematerial (für die Reisekosten der Trainerinnen, Supervisorinnen), über leistbare Seminarbeiträge der ukrainischen Teilnehmerinnen (für Übersetzung der Seminare und Materialien vor Ort), über Zeitspenden der Trainerinnen und der Supervisorinnen (Verdienstentgang zu Hause, unentgeltliche Seminardurchführung vor Ort) und durch die EMDR Institute Austria und Deutschland (durch Ermöglichen unentgeltlicher Seminarteilnahme für ukrainische KollegInnen) finanziert.

Alle helfen also mit und leisten einen Teil des Beitrages, um diese hochwertige Fortbildung für die ukrainischen KollegInnen möglich zu machen. Wir sind natürlich für jede Art von Unterstützung dankbar. Wir möchten an dieser Stelle auch noch einmal denjenigen KollegInnen danken, die beim Kongress 2011 in Wien ukrainische Kolleginnen beherbergt haben, denen HAP Austria Freiplätze beim Kongress finanzieren konnte, da auch die Kongressorganisatoren und EMDR Europa ohnehin verbilligte Plätze für LIC Länder angeboten haben.

 

2013 haben wir aus organisatorischen Gründen den Verein HAP Austria, der von 2010 bis 2013 bestand, aufgelöst, sind aber nach wie vor sehr froh über Spenden für die Reisekosten zu den Seminaren in der Ukraine.

Seit 2016 wird der größte Teil der Flüge der österreichischen Vortragenden erfreulicher- und dankenswerterweise vom OeAD, Kooperationsbüro Lviv (Leitung MMag. Andreas Wenninger) getragen.

Wir sammeln aber weiter Spenden für die Reise-und Aufenthaltskosten der auszubildenden SupervisorInnen (in Österreich, Deutschland und Großbritannien) vor Ort, um hier weiterhin tragfähige Strukturen aufzubauen.

Ein zusammenfassender Überblick findet sich auf dem für die EMDR Europa Kongresse hergestellten Poster, das die Aktivitäten in der Ukraine in Gesellschaft der anderen europäischen HAP Projekte darstellt.


Sie finden hier zum Download einen Artikel der italienischen Kollegin Isabel Fernandez (et.al) zum Thema 25 Jahre HAP Aktivtäten in Europa. Hier findet sich auch einen kurzer Absatz über das gegenständliche Projekt (aus Journal of EMDR Practice and Research, Vol. 8, No. 4, 2014, S. 220 und 221 von S. 215-115).

 

Im Zuge des EMDR Europa Kongresses im Juni 2013 in Genf in Kooperation mit Unitar und Forum für NGO erfolgte eine Präsentation von Mag. Münker-Kramer im "Unitar-Track"  zum Projekt unter dem Titel "Healing national Trauma and wounded memories".

 

   

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