Aufbau der Ausbildung in EMDR am EMDR Institut Austria

Aufbau der Ausbildung in EMDR
Die Ausbildung beim EMDR Institut Austria - deren Ausbildungsmodule für die international anerkannte Zertifizierung als EMDR TherapeutIn/BehandlerIn anerkannt sind und bedingt mit Modulen der Ausbildungen des EMDR-Institutes Deutschland und des EMDR Institutes Schweiz kombinierbar sind (in diesem Fall ist vorheringe Rücksprache mit den jeweiligen Instituten nötig!) - besteht aus folgenden Bausteinen:

 

  • Basisseminar I (ab 2023 Grundlagenseminar, Modul I) und Praxistag (ab 2023 Modul II)  (32 Unterrichtseinheiten (24 UE Seminar und 8 UE Praxistag)
  • Supervision eigener Therapien mit EMDR und Beherrschen der grundlegenden Vorgangsweise als Voraussetzung für das Basisseminar II (ab 2023 Aufbauseminar, Modul IV) lt. Supervisionsdokumentation (Information im Basisseminar I (ab 2023 Grundlagenseminar, Modul I), ab 2023 ist ein Supervisionsblock direkt nach dem Praxistag fixer Bestandteil der Ausbildung (als Modul III)
  • Basisseminar II (24 Unterrichtseinheiten) (ab 2023 Aufbauseminar, Modul IV)
  • für eine Zertifizierung nach der inhaltlichen Erfüllung der Richtlinien des sogenannten Europäischen Kompetenzrahmens sind formell insgesamt u.a. mindestens 25 SV Einheiten nötig (die SV Einheiten vor dem Basisseminar II (ab 2023 Aufbauseminar, Modul IV) zählen mit). Die weiteren aktuellen Kriterien finden Sie hier
  • zertifizierter Abschluss über Einreichung beim der österreichischen Fachgesellschaft EMDR Fachgesellschaft Österreich (die Zertifizierung wird NICHT durch das EMDR Institut vorgenommen)
  • empfohlen wird ebenfalls Selbsterfahrung in der Methode, dies ist aber nicht vorgeschrieben


Genaue Inhalte der Bausteine der EMDR-Ausbildung

Das Basisseminar I mit Praxistag  (ab 2023 Grundlagenseminar (Modul I) mit Praxistag (Modul II) 

Während des Kompaktseminars (= 24 Unterrichtseinheiten, ab 2023 26 UE)) werden theoretische Grundlagen des EMDR, Voraussetzungen zur Anwendung von EMDR, genaue Indikationen und Kontraindikationen, erste Ressourcentechniken mittels bilateraler Stimulation sowie die Grundlagen der Durchführung der Methode im Einzelnen dargelegt und unter der konkreten Anleitung erfahrener EMDR-PraktikumssupervisorInnen als Selbst- und Lernerfahrung praktisch eingeübt. Nach der Modifikation der Ausbildung ab 2023 werden die Inhalte zur Behandlungsplanung intensiver besprochen.

Diese Grundlagen werden an einem 4-6 Wochen nach dem Basisseminar I (ab 2023 Grundlagenseminar, Modul I) durchgeführten Praxistag (8 Einheiten, ab 2023 Praxistag, Modul II) theoretisch und praktisch noch einmal vertieft. Dieser Praxistag ist integraler Bestandteil des Basisseminars I. 

 

Supervision (einzeln oder in Gruppen) 
Bereits nach Abschluss des Basisseminars I , wenn Indikationen überlegt, erste eigene Fälle behandelt werden oder einfach Fragen zur Anwendung dieser komplexen Methode entstehen, sollten Supervisionen dieser Fälle - einzeln oder in der Gruppe - in Anspruch genommen werden.
In der Supervision werden die Beherrschung der Technik, die spezifische Indikationsstellung, die Anwendung von Ressourcentechniken im EMDR, die Umsetzung der theoretischen Grundlagen, die Integration in bestehende Therapien sowie die Fähigkeit, konkrete Behandlungspläne mit EMDR zu erstellen, geübt und bearbeitet und nach den Kriterien des Europäischen Kompetenzrahmens durch die SupervisorInnen bestätigt.

 

Ab 2023 wird ein fixer Supervisionsblock in der Ausbildung enthalten sein als Modul III, das als Onlineangebot direkt dem Praxistag (ab 2023 Modul II) folgt. Die weitere Supervision bis zum Aufbauseminar wird in flexiblen Gruppen angeboten.

 

Basisseminar II (ab 2023 Aufbauseminar, Modul IV, das bei gleichzeitiger Buchung mit den Modulen I-III vergünstigt sein wird)
Voraussetzung für das Basisseminar II (ab 2023 Aufbauseminar, Modul IV) ist die Beherrschung des EMDR-Standardprotokolls und des Standard-Ablaufschemas, dokumentiert durch EMDR-Behandlungen eigener PatientInnen, die durch eine/n vom EMDR-Institut anerkannte/n SupervisorIn supervidiert wurden. Es muss die institutsinterne Supervisionsdokumentation vorliegen, die in den Ausbildungsunterlagen des Basisseminares I (ab 2023 Grundlagenseminar, Basissseminar I) zu finden ist und auf die im Kurs hingewiesen wird.
Während dieses Seminars (24 Unterrichtseinheiten) wird die aktivere Form des EMDR, wie sie insbesondere für schwerer betroffene PatientInnengruppen erforderlich ist, in ihren theoretischen Grundlagen erläutert und praktisch eingeübt.
Darüberhinaus werden neue Forschungsbereiche für bestimmte Patientengruppen und Diagnosen vorgestellt.

Beide Seminare bestehen aus Vorlesungen, Video- und Livedemonstrationen, konkreten Fallbeispielen sowie praxisnaher Anleitung und praktischer Einübung in Kleingruppen (max. 3 Personen), die von erfahrenen EMDR-PraktikumssupervisorInnen als Co-AusbildnerInnen betreut werden.

Spezialseminare

Die Spezialseminare sind nicht Bestandteil der Grundausbildung. Sie werden von Expertinnen aus den jeweiligen Gebieten (spezielle Zielgruppen wie Kinder, Gruppen oder spezielle Diagnosen wie Zwänge, Phobien, Sucht...) zur Vertiefung angeboten und können von Ihnen nach Ihren Arbeitsschwerpunkten ausgesucht werden.

Sie finden nicht jedes Jahr statt und richten sich nach der Nachfrage - wir freuen uns über diesbezügliche Wünsche und Anregungen (Kontakt), um sie in unserer ca. 2-3 jährigen Vorausplanung berücksichtigen zu können. Für die Spezialseminare gilt der Besuch des Basisseminares I (ab 2023 Grundlagenseminar, Modul I) als Voraussetzung, eventuelle  weitere Voraussetzungen finden Sie dann bei den jeweiligen Seminarbeschreibungen.

 

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